Wie viel kostet ein Nagellack?

Wie viel kostet eigentlich ein Nagellack? Und heißt es, dass möglichst teuer auch gleichzeitig besonders gut bedeutet? Hält teurer Nagellack länger als die günstigere Auswahl? Diesen Fragen geht dieser Beitrag auf den Grund.

Die Preisspanne von Nagellack


Nagellack gibt es in allen erdenklichen Farben und von vielen verschiedenen Herstellern. Dabei gibt es bereits Nagellacke für einen Preis von unter einem Euro. Dazu im Gegensatz gibt es Nagellacke, welche 45 Euro kosten. Aus der Reihe tanzen dann der Black Diamond Nagellack von Azature, welcher mit rund 267 Karat schwarzen Diamond aufgepeppt ist. Er gilt als der teuerste Nagellack der Welt mit 250.000 Dollar pro Flasche. Mit hübschen Diamanten versehene Nagellackfläschchen oder gespikte Nagellacke sind wohl aber eher die Ausnahme als die Regel. Der durchschnittliche Preis für eine Flasche Nagellack dürfte geschätzt wohl bei ungefähr 10 Euro liegen.

Welche Faktoren spielen für den Preis eines Nagellacks eine Rolle?

Doch wie kommt der Preis für eine Flasche Nagellack eigentlich zustande? Auch dafür gibt es, wie bei fast jedem auf dem Markt befindlichen Produkt verschiedene Faktoren, die bei der Preisgestaltung eine Rolle spielen. Hier mal eine Liste der am wahrscheinlichsten Faktoren:

  • Verwendete Inhaltsstoffe: Die Art der verwendeten Inhaltsstoffe kann ein Merkmal für den Preis des Nagellacks sein. Denn bestimmte Inhaltsstoffe sind wesentlich teurer in der Anschaffung als andere.
  • Forschung und Entwicklung: Handelt es sich bei dem Nagellack um eine Innovation oder investiert das Unternehmen viel Zeit und Geld in die Entwicklung neuartiger Nagellacke, so kann sich dies ebenfalls auf den Preis des Produkts auswirken.
  • Land der Produktion: Eine entscheidende Rolle spielen auch die Herstellkosten und somit auch das Land der Produktion. Wird in einem Land mit weniger hohen Auflagen und geringeren Lohnkosten produziert kann der Nagellack entsprechend günstiger angeboten werden.
  • Wie lange der Nagellack auf den Nägeln hält: Dieser Punkt ist eher eine sehr vage Vermutung, aber aus betriebswirtschaftlicher Sicht gar nicht so abwegig. Denn je länger ein Nagellack auf den Nägeln hält, desto weniger wird verbraucht und somit sinkt auch der tatsächliche Bedarf und die Notwendigkeit eines erneuten Kaufs. Die Folge wären höhere Produktpreise um den geringen Bedarf auszugleichen.
  • Markenname: Natürlich liegt auch die Vermutung nahe, dass oftmals ein Markenname mit dem Preis bezahlt wird. Es handelt sich dabei um klassische Lifestyle-Produkte, durch deren Kauf man sich besser fühlt, weil die Marke ein hochwertiges Gefühl bei uns erzeugt hat.
  • Preispolitik des Unternehmens: Auch dieser Punkt ist ausschlaggebend und hängt natürlich viel mit der Zielgruppe und dem Markenname zusammen. Entscheidet sich das Unternehmen für eine Niedrigpreis-Politik und versucht über die verkaufte Masse Gewinn zu erwirtschaften oder wurde sich im Unternehmen für eine Hochpreis-Politik entschieden und die Ware soll an eine exklusivere Zielgruppe verkauft werden.
  • Zielgruppe und Marketing: Wie bereits erwähnt ist die Wahl der jeweiligen Zielgruppe ausschlaggebend für die Wahl der Preispolitik. Aber auch Ausgaben für Marketing werden im Preis der Nagellacks entsprechend berücksichtigt.
  • Zertifizierungen: Kosten für hohe Sicherheitsauflagen oder Zertifizierungen im Bereich der Bioprodukte oder bei veganen Produkten sind im Preis ebenfalls mit inbegriffen. Außerdem kann durch diese Alleinstellungsmerkmale natürlich auch ein höherer Preis gewählt werden.

Ist teurer Nagellack besser?

In den Köpfen der meisten Konsumenten ist noch immer verankert, dass teuer gleich gut ist. Doch auch wie bei vielen anderen Produkten muss das bei Nagellack nicht unbedingt immer der Fall sein. Denn anders als es uns die Werbung versucht zu erklären, definiert sich ein guter Nagellack hauptsächlich über die Qualität der Verarbeitung und wie sich mit diesem arbeiten lässt. Der Preis eines Nagellacks sagt daher nicht unbedingt etwas über die Qualität aus.